Fair zum Tier!

Mit Fair zum Tier! setzen wir auf höhere Tierwohlstandards und mehr Transparenz in der konventionellen Tierhaltung, denn nach wie vor macht diese einen Großteil der gängigen Haltungsformen aus. Jede kleine Veränderung in diesem Bereich ist daher ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

In Österreich gibt es strenge Tierschutzgesetze, die die Anforderungen der artgerechten Haltung von landwirtschaftlichen Nutztieren definieren. Das „Fair zum Tier!“-Programm kennzeichnet höhere Tierwohlstandards in der konventionellen Tierhaltung, die über den gesetzlichen Anforderungen liegen.

Hennen laufen auf der Wiese und das Logo "Fair zum Tier!"

Unsere Allgemeinen Fair zum Tier! Kriterien

  • Zu 100% von österreichischen Bauernhöfen

  • Mehr Platz und Bewegungsfreiheit bezogen auf gesetzliche Vorgaben

  • Freilauf im Laufstall, Außenbereich, Wintergarten, oder auf der Weide – je nach Jahreszeit und Tierart

  • Verbot von Vollspaltböden und Anbindehaltung

  • 100% gentechnikfreie Futtermittel aus Europa

Person steht im Hühnerstall und trägt 3 Eier

Legehennen

Für Legehennen bedeutet „Fair zum Tier!“ ein Stall mit mehr Platz und der Zugang zu einem Auslauf ins Grüne. Im Stall gibt es erhöhte Sitzebenen und Nester mit natürlicher Einstreu. Der Auslauf der Hennen ist mit Sandbädern, schattenspendenden Sträuchern und Bäumen gestaltet. Bei unbeständigem Wetter können die Tiere einen Wintergarten nutzen. Bei der Fütterung wird auf gentechnikfreie Futtermittel Wert gelegt. Die Hennen leben auf Bauernhöfen in Niederösterreich und der Steiermark. Die Anzahl an Hennen pro Stall ist auf max. 3000 Tiere begrenzt. Die Brüder (männlichen Küken) der Hennen, werden bei „Fair zum Tier!“ gleichfalls berücksichtigt. Sie werden in einer eigenen Gockel-Aufzucht großgezogen.

Milchkuh steht auf einem Feld

Milchkühe

Für Milchkühe legt „Fair zum Tier!“ ein Verbot der Anbindehaltung fest. Die Kühe leben auf Bauernhöfen in Salzburg und werden dort in Laufställen gehalten. Sie haben an mind. 120 Tagen/Jahr eine Weide oder an 365 Tagen/Jahr einen Auslauf zur Verfügung. Für mehr Komfort im Stall gibt es für die Kühe eingestreute Liegeflächen und Kratzbürsten als Scheuermöglichkeiten. Die artgemäß Fütterung mit strukturreichem Raufutter wie Gräsern und Heu unterstützt das natürliche Fressverhalten und trägt zum Wohlbefinden der Tiere bei. Die Milchkühe bekommen hauptsächlich frische Gräser und Heu. Gentechnikfreier, mineralstoffreicher Getreideschrot wird nur in begrenzter Menge verfüttert. Vergorene Futtermittel (Silagen) sind verboten. Sollte eine Enthornung (Entfernen der Hornanlage beim Kalb) notwendig sein darf diese nur mit Betäubung, Schmerzausschaltung und zusätzlicher Schmerznachbehandlung durchgeführt werden. Die Tiere leben ausschließlich auf österreichischen Bauernhöfen und werden auch dort gemolken.

2 Küken sitzen und schauen Richtung Kamera

MEHRwohl-Hendl

Alle „Fair zum Tier!“ Masthühner leben auf heimischen Bauernhöfen. Dort haben die Hühner rund 20 Prozent mehr Platz zur Verfügung als es gesetzlich vorgeschrieben ist. Ebenso ist die Anzahl der Tiere auf max. 15 Tiere pro m² begrenzt. Im Stall verteilte Strohballen dienen als Beschäftigungsmaterial oder können von den Masthühnern als erhöhter Ruheplatz genutzt werden. Aufgrund verpflichtender Fensterflächen in den Ställen haben die „Fair zum Tier!“ Masthühner natürliches Licht im Stall. Für die Fütterung werden ausnahmslos gentechnikfreie Futtermittel aus Europa verwendet.

Zwei Schweine stehen im Stall und eine Hand greift zum Streicheln zum Kopf eines Schweins

STROHwohl-Schwein

„Fair zum Tier!“ Schweine dürfen nicht auf Vollspaltenböden gehalten werden, sondern haben einen Laufstall mit 100 Prozent mehr Platz als gesetzlich vorgeschrieben. Die Schweine haben Zugang ins Freie und es steht ihnen Beschäftigungsmaterial zur Verfügung. Mit Stroh eingestreute Liegeflächen unterstützen das Komfortverhalten der Tiere positiv. Darüber hinaus dürfen Eingriffe an den Ferkeln, wie die Kastration nicht ohne vorangehende Betäubung, Schmerzausschaltung und Schmerznachbehandlung durchgeführt werden. Das Kupieren (Entfernen) des Schwanzes und das Kürzen der Eckzähne sind verboten. Die Fütterung der Schweine erfolgt mit österreichischen, gentechnikfreien Futtermitteln, welche zum Großteil von den schweinehaltenden Betrieben selbst stammen. Die „Fair zum Tier!“ Schweine leben auf Bauernhöfen in Österreich.

3 Rinder stehen auf der Weide und schauen Richtung Kamera

ALMO-Rind

Unsere „Fair zum Tier!“ Rinder wird in der Vegetationszeit nachweislich an mindestens 200 Tagen einen täglichen Zugang zu einer Weide oder Alm ermöglicht. Im Winter haben sie großzügige Laufställe. Anbindehaltung und Vollspaltenböden sind verboten. Alle verfütterten Rohstoffe sind zertifiziert GVO-frei wie auch in den Fair zum Tier! Richtlinien festgehalten. Das strukturierte Raufutter stammt zu mindestens 75 % direkt vom eigenen Betrieb oder aus der direkten Region.

Gockel

Bei „Fair zum Tier!“ werden auch die Brüder (Gockel) der Legehennen aufgezogen. Für Gockel bedeutet Fair zum Tier ein Stall mit viel Platz und einem Auslauf ins Grüne. Im Stall gibt es erhöhte Sitzebenen und Beschäftigungsmaterial. Der Auslauf der Gockel ist mit Sandbädern, schattenspendenden Sträuchern und Bäumen gestaltet. Bei unbeständigem Wetter können die Tiere einen Wintergarten nutzen. Bei der Fütterung wird auf gentechnikfreie Futtermittel Wert gelegt. Die Gockel leben auf Bauernhöfen in Oberösterreich.

Gruppe von Puten in einem Stall

SONNwohl-Puten

Unsere „Fair zum Tier!“ Puten haben mehr Platz dank verpflichtendem Wintergarten. Die strukturierte Bodenhaltung bietet jederzeit Zugang zu einem eingestreuten Außenscharrraum (Wintergarten), wodurch sich die nutzbare Stallfläche um 25 % vergrößert. In der EU sind 70kg Lebendgewicht/m² gängige Praxis, bei unseren Tieren sind es nur max. 40kg/m². Mehr Platz bedeutet mehr Bewegungsfreiheit und diese wirkt sich positiv auf die Gesundheit der Tiere aus. Durch erhöhte Sitzebenen im Stall können die Tiere artgemäß Ruhen. Strohballen stellen sinnvolles Beschäftigungsmaterial dar und werden zum Picken und Scharren benutzt. Das Futter ist 100% gentechnikfrei.

Anforderungen für die „Fair zum Tier!“-Siegelnutzung

Häufig gestellte Fragen