Unser Einsatz für mehr Tierwohl

Fair zum Tier

Mit dem neuen handelsfirmenübergreifenden Tierwohlsiegel „Fair zum Tier“ kennzeichnen wir Produkte mit höheren Tierwohlstandards, die über den gesetzlichen Vorgaben liegen. Unsere Ziele sind nachhaltige Verbesserungen in der Nutztierhaltung voranzutreiben und den Konsument:innen eine Basis zu bieten, die es erleichtert artgemäße, konventionelle Tierhaltung zu erkennen – hier die Kriterien:

  • Mehr Platz & Bewegung für die Tiere

  • Artgerechte Stallungen mit mehr Komfort

  • Gentechnikfreie Fütterung

  • Artgemäßes Beschäftigungsmaterial

  • Zugang zu Tageslicht

  • Heimische Bauernhöfe

  • Kurze Transportwege

  • Unabhängige & regelmäßige Kontrollen

  • Beratung durch Expert:innen

Qualität durch Expertise

Ein eigens eingerichteter Expert:innenbeirat stellt die fachliche Qualität sicher und formuliert Empfehlungen für künftige Entwicklungen des Programms. Der Beirat umfasst Expert:innen aus den Bereichen Tierschutz, Tierhaltung, Landwirtschaft und Veterinärmedizin.

  • Legehennen

    Für Legehennen bedeutet Fair zum Tier ein Stall mit mehr Platz und der Zugang zu einem Auslauf ins Grüne. Im Stall gibt es erhöhte Sitzebenen und Nester mit natürlicher Einstreu. Der Auslauf der Hennen ist mit Sandbädern, schattenspendenden Sträuchern und Bäumen gestaltet. Bei unbeständigem Wetter können die Tiere einen Wintergarten nutzen. Bei der Fütterung wird auf gentechnikfreie Futtermittel aus Österreich Wert gelegt. Die Hennen leben auf Bauernhöfen in Niederösterreich und der Steiermark. Die Anzahl an Hennen pro Stall ist auf max. 3000 Tiere begrenzt. Die Brüder (männlichen Küken) der Hennen, werden bei Fair zum Tier gleichfalls berücksichtigt. Sie werden in einer eigenen Gockel-Aufzucht großgezogen.

  • Milchkühe

    Für Milchkühe legt Fair zum Tier ein Verbot der Anbindehaltung fest. Die Kühe leben auf Bauernhöfen in Salzburg und werden dort in Laufställen gehalten. Sie haben an mind. 120 Tagen/Jahr eine Weide oder an 365 Tagen/Jahr einen Auslauf zur Verfügung. Für mehr Komfort im Stall gibt es für die Kühe eingestreute Liegeflächen und Kratzbürsten als Scheuermöglichkeiten. Auf die artgemäße Fütterung der Kühe wird ein besonderes Augenmerk gelegt. Die Milchkühe bekommen hauptsächlich frische Gräser und Heu. Gentechnikfreier, mineralstoffreicher Getreideschrot wird nur in begrenzter Menge verfüttert. Vergorene Futtermittel (Silagen) sind verboten. Sollte eine Enthornung (Entfernen der Hornanlage beim Kalb) notwendig sein darf diese nur mit Betäubung, Schmerzausschaltung und zusätzlicher Schmerznachbehandlung durchgeführt werden. Die Tiere leben ausschließlich auf österreichischen Bauernhöfen und werden auch dort gemolken.

  • Masthühner

    Alle Fair zum Tier Masthühner leben auf Bauernhöfen in Kärnten und der Steiermark. Dort haben die Hühner rund 20 Prozent mehr Platz zur Verfügung als es gesetzlich vorgeschrieben ist. Die Besatzdichte von 25 kg pro m² darf dabei nicht überschritten werden. Ebenso ist die Anzahl der Tiere auf max. 15 Tiere pro m² begrenzt. Im Stall verteilte Strohballen dienen als Beschäftigungsmaterial oder können von den Masthühnern als erhöhter Ruheplatz genutzt werden. Aufgrund verpflichtender Fensterflächen in den Ställen haben die Fair zum Tier Masthühner natürliches Licht im Stall. Für die Fütterung werden ausnahmslos gentechnikfreie Futtermittel aus Europa verwendet.

  • Mastschweine

    Für Mastschweine schreibt Fair zum Tier die Haltung in einem Laufstall mit planbefestigten Böden und 100 Prozent mehr Platz vor. Die Schweine haben einen Zugang ins Freie und es steht ihnen Beschäftigungsmaterial zur Verfügung. Mit Stroh eingestreute Liegeflächen unterstützen das Komfortverhalten der Tiere positiv. Darüber hinaus dürfen Eingriffe an Ferkel, wie die Kastration nicht ohne vorangehende Betäubung, Schmerzausschaltung und Schmerznachbehandlung durchgeführt werden. Das Kupieren (Entfernen) des Schwanzes und das Kürzen der Eckzähne sind verboten. Die Fütterung der Schweine erfolgt mit österreichischen, gentechnikfreien Futtermittel, welche zum Großteil von den schweinehaltenden Betrieben selbst stammt. Die Fair zum Tier Schweine leben auf Bauernhöfen in Oberösterreich.

  • Gockel

    Bei Fair zum Tier werden auch die Brüder (Gockel) der Legehennen aufgezogen. Für Gockel bedeutet Fair zum Tier ein Stall mit viel Platz und einem Auslauf ins Grüne. Im Stall gibt es erhöhte Sitzebenen und Beschäftigungsmaterial. Der Auslauf der Gockel ist mit Sandbädern, schattenspendenden Sträuchern und Bäumen gestaltet. Bei unbeständigem Wetter können die Tiere einen Wintergarten nutzen. Bei der Fütterung wird auf gentechnikfreie Futtermittel aus Österreich Wert gelegt. Die Gockel leben auf Bauernhöfen in Oberösterreich.

  • Mastrinder

    Die Mastrinder werden bei Fair zum Tier überwiegend mit hochwertigem Gras und Heu gefüttert. Die Mastrinder leben entweder in Laufställen mit ganzjährigem Auslauf/mit Zugang zu einer Weide (>120 Tage/Jahr) oder in Offenfrontställen. Letzteres sind Ställe mit einer offenen Gebäudeseite, die die Tiere mit frischer Luft und Sonnenlicht versorgt. Die Tiere haben mindestens 35 Prozent mehr Platz im Stall als gesetzlich vorgeschrieben. Für den Komfort stehen ihnen planbefestigte (geschlossene), eingestreute Liegeflächen und Kratzbürsten (Scheuermöglichkeiten) zur Verfügung. Ein Verbot von Anbindehaltung und die Vermeidung von langem Transport zum Schlachthof sind im Tierwohlprogramm festgeschrieben. Die Kälberherkunft wird bei Fair zum Tier gleichfalls berücksichtigt. Die Kälber stammen von Betrieben mit Mutterkuh- oder Milchviehhaltung, die mit Laufställen ausgestattet sind. Alle Mastrinder werden in Österreich geboren, aufgezogen und geschlachtet. Die Enthornung (Entfernen der Hornanlage beim Kalb) und die Kastration der Tiere darf nur behutsam unter Betäubung, Schmerzausschaltung und Schmerznachbehandlung erfolgen.

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Vergleich Gesetzeslage Österreich – „Fair zum Tier“ Mindeststandards

Häufig gestellte Fragen

  • Unser Ziel ist es, nachhaltige Verbesserungen in der Nutztierhaltung voranzutreiben. Mit dem neuen Tierwohlsiegel „Fair zum Tier“ werden Produkte mit höheren Tierwohlstandards, die über dem gesetzlichen Standard liegen gekennzeichnet. Dadurch soll es für unsere Kundschaft noch einfacher werden Produkte aus artgemäßer, konventioneller Tierhaltung zu erkennen.

  • Die „Fair zum Tier“-Produkte sind exklusiv bei BILLA PLUS, BILLA, ADEG UND PENNY erhältlich.

  • Mit dem „Fair zum Tier“-Siegel werden Eigenmarkenprodukte mit höheren Tierwohlstandards aus konventioneller Tierhaltung gekennzeichnet. Folgende Produktgruppen sind mit dem Fair zum Tier Siegel ausgezeichnet: Eier von „Tonis Freilandeier“, Milch und Molkereiprodukte von „BILLA Heumilch“, Hühnerfleisch von „efef Fair zum Tier“ und Hühnerfleisch, Rindfleisch, Schweinefleisch und Wurst von „Hofstädter Fair zum Tier“.

  • Die „Fair zum Tier“-Kriterien geben einen Tierwohl-Mindeststandard vor, der über den gesetzlichen Bestimmungen liegt. In den Kriterien sind die Herkunft der Tiere (Österreich), die Fütterung (artgemäß und gentechnikfrei), die Haltung (z.B. Platzangebot, Gestaltung von Stall und Auslauf, Beschäftigungsmaterial, Einstreu) und Eingriffe am Tier (Verbote von Eingriffen/ Vorschriften zur Schmerzausschaltung) festgelegt. Darüber hinaus werden Transportzeiten so kurz wie möglich gehalten und eine regionale Schlachtung der Tiere findet statt. Bei Schweinen und Rindern werden Transportzeiten unter 4 Stunden eingehalten. Bei Hühnern beträgt die Transportzeit maximal 5 Stunden.

  • Für das Tierwohlprogramm „Fair zum Tier“ wurde eigens ein Expertenbeirat eingerichtet. Der Beirat dient der Sicherstellung der fachlichen Qualität und für die inhaltliche Beratung und Empfehlung künftiger Entwicklungen des Programms. Der Beirat umfasst Expert:innen aus den Bereichen Tierschutz, Tierhaltung, Landwirtschaft und Veterinärmedizin.

  • Bei „Fair zum Tier“ müssen alle Tiere den AMA-Richtlinien entsprechen und in Österreich geboren/geschlüpft, aufgezogen, gemästet, geschlachtet und verarbeitet werden.

  • Alle Tiere müssen bei „Fair zum Tier“ artgemäß und gentechnikfrei gefüttert werden. Bei Rindern bedeutet das z.B. eine wiederkäuergerechte Fütterung mit frischen Gräsern und Heu. Futter welches vom landwirtschaftlichen Betrieb selbst nicht erzeugt werden kann und zugekauft wird, muss gentechnikfrei, aus Europa sein und den AMA Futtermittelrichtlinie (inkl. pastus+-zertifiziert) entsprechen.

  • Die Kontrollen aller „Fair zum Tier“-Betriebe finden in regelmäßigen Abständen durch unabhängige, akkreditierte Kontrollstellen statt.